7 Weihnachtswahnsinn-Survival-Tipps

Weihnachtszeit macht Spaß! Es fällt mir ein bisschen schwer, den Satz ohne "aber ..." stehen zu lassen. Irgendwie läuft es doch jedes Jahr darauf hinaus, dass Geschenke auf den letzten Drücker besorgt werden, Planungen total durcheinander geraten und aus dem Fest der Liebe am Ende das Fest der Hiebe wird.  Denn ich spreche sicher nicht nur für mich, wenn ich sage, dass das Ganze trotz des Spaßes auch mit entsprechendem Stress verbunden ist. Meine Lieben, in anderthalb Wochen ist Weihnachten. AHHHH! Überall im Netz stolpere ich über Weihnachts-ToDo-Listen, die countdownmäßig sortiert sind für alles, was man unbedingt erledigen muss. Zwei Wochen vor Weihnachten dies, kurz vor Weihnachten das.

Und um dieses AHHHH zu verhindern oder zumindest zu minimieren, habe ich ein paar Tipps für euch (und für mich...), um aus der Sache ein bisschen den Druck rauszunehmen. Keine ToDo-Listen, wann ihr am besten womit anfangt, sondern Überlebenstipps für weihnachtsplanlose Menschen wie mich. Alle Welt geht mit gewissen Erwartungen in die Adventszeit, wie alles am Ende laufen und aussehen soll. Nehmt euch den Druck und macht alles so, wie ihr mögt.
Inspiriert hat mich dazu unter anderem der Blogpost von Steffi von irgendschön, die sich neulich von der Seele geschrieben hat, was sie vom Weihnachtswahnsinn hält.

Zuallererst: Ich bin weder ein Grinch noch ein Scrooge! Und Weihnachten ist für mich alles andere als Humbug. Ich mag Weihnachten, liebe die Adventszeit und finde alles, was dazugehört wirklich ganz ganz toll. Nur eines liebe ich gar nicht: Und das ist dieser kriechende Erwartungsdruck, der langsam aufkommt, wenn es in Richtung 1. Advent geht, und der proportional zur Anzahl der Adventskerzen steigt.

1. Es ist nur Weihnachten. Sagt euch das, wenn der Stress grade wieder aufkommt: Es ist nur Weihnachten. Selbst wenn ihr es nicht schafft, einen Adventskalender selbst zu machen: Kauft einen. Selbst wenn ihr keinen Weihnachtskranz an der Tür hängen habt, müsst ihr euch nicht selbst als Grinch beschimpfen. Und auch wenn ihr keine Weihnachtsdeko mögt, seid ihr keine Unmenschen. Macht nur so viel, wie für euch in Ordnung ist. Und Weihnachten kommt nächstes Jahr ganz sicher wieder. Was ihr dieses Jahr nicht schafft, das klappt bestimmt im nächsten Jahr.

2. Ansprüche. Ich bin ja übers Jahr eigentlich sehr bastel- und werkelwütig. Aber für Weihnachtsgeschenke fährt das Ganze dann immer auf ein Minimum runter, weil mir viel zu spät einfällt, dass ich ja auch die Zeit zum Basteln brauche. Dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen und Zorn, weil meine ursprünglichen Pläne nicht funktionieren. Und dann denke ich mir: Mein Gott, es ist nur Weihnachten, ich kann auch sonst tolle Sachen basteln und sie verschenken. Diese Ansprüche setzt man sich in der Regel nur selbst. Niemand erwartet etwas Selbstgemachtes, niemand erwartet etwas Teures, niemand erwartet etwas Aufwendiges. Und wenn ihr völlig ratlos seid, schenkt einen Gutschein für eine gemeinsame Unternehmung, den ihr hübsch aufbereitet. 

3. Und jedes Jahr fragt man sich am 27. Dezember: War das den Stress jetzt wert? Überlegt euch lieber vorher, womit ihr euch wohlfühlt. Stellt euch vor, ihr gebt euch den absoluten Geschenke-Riss und ihr bekommt von anderen doch nur Duschsets mit Badezusätzen. (Das kann auch toll sein, keine Frage! Ich will damit vielmehr deutlich machen, dass andere auch auf sich selbst achten und daher weniger Mühe in die Geschenke stecken.)


4. Ernährung. Stress schwächt das Immunsystem. Die meisten arbeiten bis kurz vor Weihnachten (oder haben Schule bzw. Vorlesungen bis dahin) und rasten dann mit Geschenke- und Planungswahnsinn völlig aus. Das Hauptnahrungsmittel sind Plätzchen. Und Plätzchenteig. Das schlägt natürlich auch auf das Immunsystem. Fangt rechtzeitig damit an, genug Vitamine zu euch zu nehmen (Mandarinen bieten sich da ganz wunderbar an! Oder frisch gepresster Orangensaft. Lecker!). Selbst wenn das Weihnachtsfest ganz toll wird, möchte niemand mit einer dicken, fetten Erkältung im Bett liegen.

5. Keep calm and drink some tea! Und damit meine ich: Nicht die ganze Weihnachtszeit muss verplant sein. Es kann auch sehr schön sein, sich einen Tag vorsätzlich völlig frei zu halten, ein paar Kerzchen anzuzünden und mit einer Tasse Tee vorm Fernseher zu sitzen. Das ist erlaubt! Man muss nicht die kompletten Weihnachtstage durchdrehen, um die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester dann komplett zur Erholung zu gebrauchen.

6. Liebe Blogger, fühlt euch nicht gezwungen, mit der Weihnachtswelle mitzurollen. Ich beteilige mich auch an keiner Aktion, weil meine Adventszeit auch schon so stressig genug ist. Klar, ich zeige hier im Blog auch alles, was ich zur Weihnachtszeit so fabriziere. Aber weil ich Spaß daran habe und damit nicht unter Druck stehe, etwas zu liefern.

7. Ihr entscheidet, worauf ihr Lust habt. Wenn ihr Weihnachtsmärkte blöd findet, sie für Virenbrutkästen haltet und keine Lust auf einen Anrempel-Abend habt, bleibt zuhause. Wenn euch Plätzchen backen nervt - lasst es bleiben. Fühlt euch nicht gezwungen, alles Weihnachtliche mitzumachen. Ich zum Beispiel habe dieses Jahr noch keine Plätzchen gebacken, weil ich von allen Seiten damit überhäuft werde. Und das ist auch gut und cool so, wie es ist.

Nur, dass das niemand falsch versteht: Ich finde die Adventszeit super. Aber die vielgepredigte Besinnlichkeit geht dann doch meist ins Gegenteil über!

Seid ihr Weihnachtsstresser oder läuft bei euch sowieso schon alles ganz entspannt ab?

Das Taubenbüchlein hat übrigens Bianca B. gewonnen. Bitte melde dich per Mail bei mir, da du leider keine Email-Adresse hinterlassen hast! Schreib mir unter: meinfeenstaub@gmx.de





P.S. Braucht ihr noch ein Geschenk? Vielleicht gewinnt ihr ja das Digitalradio von Pure bei mir!

Kommentare

  1. Wahre Worte! Wir haben beispielsweise keine Weihnachtsdeko in der Wohnung, die einzige Lichterkette, über meinem Bett, hängt das ganze Jahr dort. Ich schaue mir sowas gern an, aber Zuhause brauche ich keine Nikolausarmee, um mich in „besinnliche" Stimmung zu bringen, so selten wie ich dort bin, lohnt sich der Aufwand auch kaum.
    Um dem Geschenkedruck, der mich sonst jedes Jahr etwa eine Woche vor Heiligabend befällt, aus dem Weg zu gehen, habe ich in diesem Jahr bereits Ende November begonnen, Geschenke zu sammeln - kam mir erst viel zu früh vor, hat sich jedoch gelohnt, da ich nun wesentlich entspannter den kommenden Tagen entgegen blicken kann, denn ich habe fast alles bereits beisammen.

    Liebe Grüße & eine entspannte Weihnachtszeit! ♥️

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  2. ich mach alles gerne step by step und lasse michnicht stressen :-) Alles eben mit Maß & Ziel.
    Und schließlich sollte man immer wieder daran denken: es ist kein Zwang - mach was du lustig bist und wenn nicht dann eben nicht :-)

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    1. Genau so seh ich das auch! :) Den meisten Stress macht man sich einfach selbst.

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  3. Ich hab mir einen Tag frei genommen und alles kaufbare an dem Tag besorgt. Das ging dann schon morgens los, wo die wenigsten Leute unterwegs waren. Mittags hab ich selbst mitgebrachtes Essen im Shoppingcenter auf einer Sitzgelegenheit gegessen und den anderen beim gestresst sein zugeguckt. Das war cool :)
    Es funktioniert wirklich gut, sich vorher zu überlegen, wer was bekommt, dann rennt man nicht stundenlang planlos durch die Gegend. "Ich find schon was" ist nämlich Stress pur.

    Jetzt muss ich allerdings noch nähen. Das mach ich nicht so gerne, aber dieser Stoff passt so perfekt zum beschenkt werdenden!

    Frohes Plätzchenessen :) Ich muss meine bisher selber backen.

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  4. Ein wirklich toller Post! Ich denke, damit sprichst du vielen aus der Seele.
    Ich persönlich versuche schon, den Advent zu genießen, denn ich liebe Weihnachten! Wenn der 2. Advent vorbei ist und ich noch keine Geschenke und Plätzchen oder so habe, schiebe ich etwas die Krise. :D Man will einfach alles perfekt haben und dadurch baut sich Druck auf.

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  5. Da ich mir schon früh Gedanken um Geschenke mache, und viel selbst mache, ist es eher ein tägliches Pensum, das dann meine Freizeit ausfüllt, mich aber nicht weiter stört. Denn ich liebe es, stundenlang zu überlegen, wie ich meinen Lieben eine Freude machen kann. Und die Arbeit ist am Ende ganz vergessen, wenn ich ein glückliches Lächeln sehe.

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  6. Schöner Post! :) Ich mach' mir selbst eigentlich nicht so viel Stress, hab aber dennoch genug zu tun ;) ist wohl normal zu dieser Jahreszeit.

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  7. Das Taubenbüchlein hat übrigens Bianca B. gewonnen....

    ja, wow, liebe Lisa, das freut mich aber wirklich sehr :o)))))
    Du kannst so wunder, wunderschön zeichnen,
    oh, wirklich wunderbar, dass Du mich gezogen hast...

    yippiehh, danke, yippiehh

    Viele liebe vorweihnachtliche Grüße
    *BBiancaB*

    PS ich bin noch überhaupt kein Weihnachtsstresser,
    bin noch ganz gechillt, aber es kann sich noch ändern,
    was ich aber nicht hoffe....

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  8. tolle tipps :) ich bin in der weihnachtszeit eigentlich immer ganz entspannt, mache mir nicht so den stress, aber ein paar tipps kann man ja immer gut gebrauchen :) das mit der ernährung sollte ich mal berücksichtigen, im dezember fällt es mir so schwer genug obst und gemüse zu essen, da ich am liebsten die ganze zeit weihnachtliche süßigkeiten naschen würde :) :D

    liebe grüße :)

    http://evrythingiheart.blogspot.de/

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  9. Ein wirklich gelungener und Mut-Machender Post liebe Lisa!
    Ich habe dieses Jahr mit den Geschenken zwar relativ früh begonnen, denke aber jetzt doch, es sei wieder nicht genug. Ich mag es nicht, es allen recht machen zu wollen und habe aber auch nicht gerne das Gefühl, jemandem mehr zu schenken als wem anders.
    Auf meinem Blog ist dieses Jahr schon eine ganze Menge weihnachtliches erschienen - nämlich gar nichts! :D
    Nicht ein Plätzchenrezept, kein Bild von der nicht vorhandenen Deko, kein give-away, keine Aktion, keine Linkliste anderer Blogger... Im Moment blogge ich eh nur noch, wie ich Zeit und Lust habe und habe damit irgendwie zum ersten Mal das Gefühl, keinen Internetstress zu haben!
    Heute habe ich den ganzen Sonntag auf dem Sofa mit meiner Katze verbracht.
    Es geht mir wirklich super, ohne Weihnachtsstress. Und auch wenn ich es genauso mag wie du - irgendwie ist es ja doch nur jedes Jahr dasselbe...:}

    Danke für den schönen Post, ich drück dich und wünsche dir eine schöne Zeit ♥♥
    Elske

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    1. Liebe Elske,

      ja, grade in der Weihnachtszeit finde ich es auch schwer, das richtige Maß zu finden. Man will es allen recht machen und vergisst dabei völlig, es sich selbst recht zu machen. Daran versuche ich mich auch immer wieder zu erinnern. :)

      Ich wünsche dir auch eine schöne Adventszeit!

      Viele liebe Grüße :)

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