5 Tipps: Wie ich im Alltag Müll vermeide

Eine Sache sollte man grundsätzlich nicht tun, wenn man sich einen ruhigen, unaufgeregten Abend wünscht: Kommentare auf einschlägigen Nachrichtenportalen zu Themen lesen, die einem wirklich wichtig sind. Weil einfach die Dämlichkeit der Welt in solchen Kommentarspalten evident wird. 



Und ich tue dann oft, was man doppelt sein lassen sollte: In die Diskussion einsteigen. Jeder hat da so seine persönlichen Reizthemen, bei dem er oder sie schnell emotional wird und eskaliert – bei mir sind es Tier- und Umweltschutz und Feminismus. So. Diesmal Umweltschutz. Jetzt hat neulich Rewe bekanntgegeben, dass es dort keine Plastiktüten mehr geben soll. (Ist auch schon soweit!) Ich feier' das total, hab ich also gleich mal bei Spiegel Online geschaut, was der Rest das Welt so dazu sagt.  Ich dachte mir: Wie kann man dass possibly schlecht finden? Ich war der Meinung: Da sind sich alle einig. Wie bei anderen Themen, bei denen sich die meisten einig sind. Wenn du in einem Raum stehst und sagst "Raubüberfälle find ich nicht gut.", werden dir die meisten wohl auch zustimmen. Nun, was sagen ganz, ganz viele Kommentierende zur Plastiktütengeschichte? Ziemlich dämliche Dinge.


"Oh, Rewe bietet keine Plastiktüten mehr an?! Was mach ich dann, wenn ich vergesse, eine Tasche mitzunehmen?" AHHH. Dann vergiss sie nicht, Vollhorst!
"Ich find das unpraktisch, ich kaufe dann woanders ein." Dein Horizont reicht nicht mal über deine Türschwelle hinaus, oder?
Und so weiter, und so weiter. Und ich denke mir: Leute, grade erst gab's eine Studie, in der es hieß, dass bis 2050 bis zu 95 Prozent aller Seevögel Plastikmüll im Magen haben werden. Fünfundneunzig Prozent. Ich versuche immer mehr, meinen Müll im Alltag zu reduzieren. 


Ich habe heute meine ganz praktischen Tipps für euch, wie ihr daran mitarbeiten könnt, dass wir alle weniger Plastikmüll produzieren – ganz unkompliziert umsetzbar!

1. Benutzt keine Einmalbecher für Coffee to Go, sondern wiederverwendbare!


Pro Stunde werden 320.000 Kaffeebecher weggeworfen. Lasst euch diese Zahl mal auf der Zunge zergehen und überlegt euch, wie viele Kaffeebecher ihr selber wegwerft. Manchmal macht man etwas einfach, weil man es schon immer so macht, und denkt gar nicht darüber nach, dass das vielleicht einfach kacke ist. Ich will gar nicht wissen, wie viel Müll ich schon in Form von Kaffeebechern produziert habe. Und das möchte ich nicht mehr machen! Ich war neulich auf der Nacht der Nachhaltigkeit in Mainz und habe mir dort einen EcoffeeCup gekauft. Das ist ein wiederverschließbarer Kaffeebecher, den ihr auch online bestellen oder in vielen Weltläden kaufen könnt.

Auf Snapchat (Nutzername: meinfeenstaub) habe ich über meinen Becher berichtet – und da habe ich zweierlei Rückmeldungen bekommen: Einmal haben mir einige erzählt, dass man in vielen Läden sogar Rabatt bekommt, wenn man einen eigenen Becher für Coffee to Go mitbringt. Manche andere Läden verweigern dann wohl leider, Kaffee auszuschenken. Ich hatte bislang nur die Gelgenheit, es am Bahnhofskiosk zu probieren, und da wurde mir anstandslos mein Kaffee gemacht. Ich bleibe dran und berichte weiterhin auf Snapchat über meine Kaffeebecher-Erfahrungen!

2. Plastikflaschen vermeiden und stattdessen Leitungswasser aus Glasflaschen trinken


Bis das Wasser in der Plastikflasche angekommen ist, verursacht es 90 bis 1000mal mehr Umweltbelastungen als Leitungswasser. Und dass in PET-Flaschen Weichmacher vorhanden sind, die ebenfalls nicht grade cool für die Gesundheit sind, habt ihr sicher auch schon mal gehört. Ich möchte darauf verzichten, Wasser in Plastikflaschen zu kaufen und stattdessen auf Leitungswasser umstellen. Ich finde es wichtig, einfach irgendwo anzufangen. Auf Wasser aus Plastikflaschen kann ich leicht verzichten, deshalb werde ich es auch tun, soweit das möglich ist.

Eine richtig coole Alternative sind Soulbottles. Das sind Glasflaschen, die mit extrem schicken Motiven bedruckt (Ich liebe meine Quallen-Flasche) und wirklich luftdicht verschließbar sind. Ich habe mir eine Variante mit Tragegriff gekauft – seht ihr auf dem obigen Foto –, das ist wirklich praktisch. Ich nehme meine überall mit hin und kann so auch darauf achten, dass ich genug Wasser trinke. Doppelt gut!

3. Immer Stofftaschen mit dabei haben!


Das Umweltbundesamt sagt, wir verbrauchen pro Kopf im Jahr 76 Plastiktüten hier in Deutschland. Das sind hochgerechnet 6,1 Milliarden Plastiktüten im Jahr. Die meisten Plastiktüten bestehen aus fossilem Rohöl und die CO2-Emissionen von einer Billion Plastiktüten werden auf 30,97 Millionen Tonnen geschätzt. Was das heißt? Indem wir Plastiktüten kaufen und entsorgen, tragen wir zum Klimawandel bei. 

Nicht erst seit Rewe keine Plastiktüten mehr führt, sondern schon viel länger habe ich immer Stofftaschen dabei. Wenn ich mich morgens auf dem Weg zur Arbeit mache, habe ich in meiner Handtasche immer mindestens zwei Stofftaschen – selbst wenn ich morgens noch gar nicht vorhabe, später einkaufen zu gehen, oft kommt man spontan auf die Idee und das ändert sich. Deshalb: Am besten immer welche mit dabei haben! (Die tolle Ananastasche gibt es übrigens grade dazu, wenn man ein Packendes-Abo bestellt!)

4. Wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze verwenden



Wenn ich im Supermarkt Obst- und Gemüse kaufe, kann ich oft nur den Kopf schütteln, wie viel Plastik bei den Verpackungen verwendet wird. Warum müssen Äpfel denn im Viererpack eingeschweißt werden? Ich kaufe zuerst mal nur loses Obst. Dann gibt es im Supermarkt natürlich auch immer diese kleinen Tütchen. Und wenn man die Ehrenurkunde im Umweltsündertum erhalten möchte, dann nimmt man für jede Obst- und Gemüseportion eine einzelne kleine Tüte. Nee, bitte nicht!




Es geht auch anders: Ich habe mir eine nachhaltige Alternative zugelegt, nämlich den Re-Sack, ein Obst- und Gemüsenetz aus Bio-Baumwolle. Den gibt es in unterschiedlichen Größen, ihr seht hier eine kleine Variante. Das schöne: Das Säckchen kann mit in den Kühlschrank, es ist nämlich atmungsaktiv! Jetzt dürft ihr ihn nur nicht vergessen für den nächsten Einkauf. Eine super Adresse sind für dieses Vorhaben Unverpackt-Läden, die ganz ohne Verpackungen auskommen. Letztes Jahr habe ich über Unverpackt Mainz berichtet - guckt einfach mal, ob es in eurer Nähe auch einen gibt. Echt gutes Konzept!

5. Nicht wegwerfen, sondern upcyclen!


Ihr wisst, Upcycling ist eines meiner Lieblingsthemen hier im Blog. Und das liegt nicht nur daran, dass ich die Herausforderung liebe, aus vermeintlichem Müll etwas Schönes, Neues zu machen. Mir geht es auch darum, dass es ganz viele Dinge gibt, aus denen man noch etwas Tolles Neues machen kann. So zum Beispiel leere Dosen und Flaschen. Die eignen sich ganz großartig dafür! Die Möglichkeiten sind endlos, wenn man sich ein paar Gedanken macht.

***

Mein Tipp: Einfach irgendwo anfangen! Es muss nicht gleich alles auf einmal sein, aber macht euch bewusst, wo ihr auf Müll verzichten könnt. Dann kommt das nach und nach. So mache ich es auch.
Was macht ihr, um im Alltag (Plastik-)Müll zu sparen? Wie steht ihr zu diesem Thema?

Kommentare

  1. Befolge schon alle Deine Tipps, nur das Obstnetz ist mir neu. Werde ich mir mal genauer ansehen.
    Danke für Deinen Bericht dazu, ich finde es immer wichtiger das Thema.
    Liebe Grüße
    Sandra
    [http://plentylife.blogspot.de]

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  2. Ein toller Beitrag! So wie du versuche ich es auch schon lange, zumindest in manchen Bereichen den Müll zu reduzieren (leider habe ich bei den Verpackungen selber noch keinen guten Weg gefunden). Die Gemüsenetze gab es bei uns auch im Bioladen zu kaufen, für Tomaten und ähnliches nehme ich Papiertüten, die man auch mehrmals verwenden kann, bevor sie auf den Kompost kommen. Eierpackungen gibt es auch, zwar aus Plastik, aber dafür wiederverwendbar.
    Zu den Glasflaschen: für Kinder sind die Emil-Flaschen super (und für mich auch;-)), da sie geschützt sind.
    Bei dm gibt es ja inzwischen sogar Pfand-Stofftragetaschen (in tollen Farben!), das finde ich auch eine tolle Idee.
    Nun warte ich nur noch darauf, dass auch bei uns der Bioladen manche Sachen zum Selbstbefüllen verkauft (Müsli, Mehl, Nudeln...). Milch direkt vom Bauern wäre auch gut, geht aber bei uns mangels Biobauer in der Nähe nicht (ich laufe nur beim Kindergarten an einer Ständerhaltung vorbei, und DAS unterstütze ich nicht, dann lieber Milch in Glasflaschen vom Bioladen...


    LG
    Corina

    LG
    Corina

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  3. Stoffbeutel nehme ich auch schon ganz lange mit, auch zum Klamottenshoppen. Wasser gibts nur aus der Leitung und unterwegs hab ich auch immer eine Flasche dabei. Diese Netze für Obst und Gemüse muss ich mir unbedingt noch besorgen. Mich nerven diese fisseligen Tüten ungemein!
    Frische Blumen versuche ich möglichst im Garten oder am Waldrand zu pflücken um keine Rosen aus Afrika zu kaufen.
    Fleisch gibts bei uns ganz selten und wenn vom Biometzger.
    Für die Kinder habe ich wieder befüllbare Quetschbeutel gekauft für Obstpüree, das spart auch ungemein viel Müll, da die Kleene jeden Tag zur Kita so ein Ding verputzt. Außerdem steht bald ein Kitawechsel an, damit wir laufen und das Auto öfter stehen lassen können.
    Viele kleine Dinge können viel ändern. Danke für Deinen Artikel.
    Liebe Grüße, Sandy

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  4. Ein sehr schöner Artikel - ich finde das auch ein so wichtiges Thema. Vor allem wenn ich bedenke, wie das mal aussieht, wenn unsere Kinder dann auch mal erwachsen sind. Ich will nicht, dass sie wegen unserem Verhalten auf einer Müllhalde leben müssen. Und bei Tieren finde ich das allgemein sehr schlimm - solange es den Mensch nicht selbst betrifft, scheint es ihn erstmal nicht zu kümmern. Sehr schade.
    Aber danke, dass du darauf aufmerksam machst :)
    Liebe Grüße
    Elsa

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  5. Die Kommentarspalten von Online-Zeitungen etc. lese ich genau aus den Gründen der Beschränktheit mancher Horizonte möglichst wenig. Und wenn man vergisst, seine Tasche mitzunehmen, und es keine Plastiktüten gibt, nimmt man eine Papiertüte, die verrottet wenigstens!

    Ich weiß nicht, wie gerne und oft du zu Starbucks gehst, aber Starbucks füllt auf jeden Fall auch die mitgebrachten Becher auf. Zwar ohne Preisreduktion, aber immerhin...

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  6. Hey Lisa,
    ist doch echt bekloppt, wie die Leute abgehen, bloß weil sie nicht mehr bei jedem Einkauf eine neue Plastiktüte kaufen (ja, die Tüten bei Rewe und fast überall haben GELD gekostet!) können, sondern einfach mal dran denken müssen sich einen Beutel mitzunehmen... Das ist irgendwie immer so, der letzte Riesenaufschrei war ja, als man die Plastikflaschen mit Pfand versehen hat - heute ist das für alle ganz normal und es kräht kein Hahn mehr danach - aber erst mal MECKERN! Wir haben schon lange auf Glasflasche und Soulbottle umgestellt, ich habe immer einen Jutebeutel in der Handtasche und Obst und Gemüse kommen seit 12 Jahren wöchentlich in der Biokiste.
    GLG Johanna

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  7. Sehr wichtiges Thema, mit dem ich mich auch immer wieder beschäftige. Einfach irgendwo anfangen ist denke ich der wichtigste Satz ☺ Neben den Tipps, die du erwähnst, habe ich auf meinem Blog auch so Kleinigkeiten aufgenommen wie: Teelichter gegen große Kerzen tauschen, keine Einmalsachets kaufen, keine Wattepads verwenden sondern Mikrofasertücher usw. Kurz gesagt, es lässt sich an jeder Ecke einsparen.

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  8. Liebe Lisa,
    prima, deine Überlegungen. Ich benutze seit zwei Wochen auch für Gemüse/Obst aber auch für Kleinbrote diese praktischen Netze. Meine sind von hier http://www.bioeko.ch/ und mit tollen Stoffen verziert. Sie sind also zudem noch viel schöööner als die Plastictaschen.
    Liebe Grüsse Simone

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    1. Danke für deinen wunderbaren Post. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass du sehr viele Menschen erreichst und bei einigen ein Bewusstsein schaffen kannst.

      Wir kaufen schon sehr lange auf dem Wochenmarkt, immer mit der Regel "so wenig Plastik wie möglich". Wir sind stolz, nur einen gelben Sack im Monat, und diesen nicht mal voll, der Müllabfuhr zu übergeben.

      Bei Flaschen muss ich leider zugeben, wir nutzen Plastik, allerdings, weil wir die Plastikflaschen-Sodastream-Variante haben. Nutzen die Flaschen also über Jahre...

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  9. Schöne Tipps und toller Post! Ich trage seit ca. 2 Jahren immer 2 so kleine Zusammenknatsch-Beutel in meiner Tasche mit mir rum. die sind super klein und wenn ich sie entfalte passt richtig viel rein! perfekt!

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  10. Außer die Obstbeutel setze ich all deine Tipps schon um. Auch diese Idee http://luziapimpinella.blogspot.de/2016/06/frauengedoens-diy-selbstgenaehte-abschminkpads.html#more finde ich für uns Frauen absolut erwähnenswert.
    Herzlichst Ulla

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  11. Tolle Artikel und ganz nach meinem Geschmack. Natürlich benutze ich schon seit Jahren Stoffbeutel und bekomme immer die Krise an der Kasse, wenn sich (seltsamerweise gerade ältere Leute) für jeden Kleinkram ein Tütchen geben lassen. Die kann man nämlich hinterher für gar nichts gebrauchen. In jeder meiner Handtaschen ist daher ein Stoffbeutel.
    Das mit den Netzen ist meine nächste Aktion. Da muss ich mir noch was einfallen lassen. Meistens lege ich mein Obst einfach lose aufs Band...
    Und die Kaffee To Go Becher sind für mich tabu, seit ich gelesen habe wie viele davon weggeworfen werden und wie lange man durchschnittlich so einen Becher benutzt. Wirklich gruselig.
    Und seitdem ich einen Wasserfilter auf meinem Schreibtisch stehen habe, trinke ich den ganzen Tag Leitungswasser. Wir kaufen dadurch also viel weniger Flaschen. Das sind sich nur kleine Beiträge, aber wenn jeder nur ein bisschen was tun würde, wäre das ja schon mal was....
    Lieben Gruß, Yna

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  12. Danke, das sind tolle Tipps! In die Kaffeebecherfalle tappe ich als auch... Aber immerhin upcycle ich vieles zu Spielzeug und mehr,hier eine kleine Auswahl als Beispiel: http://www.mamagie.de/2013/04/22/projekte-zum-earth-day

    Liebe Grüße Karin

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  13. Sehr schöner Post. :)
    Die Obstbeutel waren mir neu, die muss ich bei meiner nächsten Bestellung im avocadostore wohl mal mitnehmen... Ich habe meine Soulbottle schon super lange (kleine Welt - ich kenne den Bruder des einen Gründers) und mittlerweile steht sie auf meinem Schreibtisch im Büro. Zum Mitnehmen ist sie mir oft zu schwer. Da ich in den letzten Jahren aber eh häufiger im Ausland war, wo sich Leitungswasser nicht immer trinken lässt, habe ich eine Clearly Filtered-Flasche. Leider scheinen die gerade nicht mehr nach Deutschland zu liefern.
    Ich arbeite in einem Haus, von dem man meinen würde, dass die Kollegen auch den Nachhaltigkeitsgedanken im Blick haben. Umso schockierter bin ich jeden Tag, wenn ich sehe, wie viele einen Pappbecher vom Café gegenüber mitnehmen. Ich habe mir ziemlich schnell einen dieser tollen Becher bestellt und der Kaffee schmeckt direkt besser: https://www.avocadostore.de/products/50633-coffee-to-go-kaffebecher-joco-2

    Besonders schlimm war es in meinem New York-Urlaub dieses Jahr. In manchen Cafés bekommt man dort ja nicht mal eine richtige Tasse, wenn man sich hinsetzt... :/

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  14. Ich verfolge die Zero-Waste Sache schon eine ganze Weile und versuche auch so wenig wie möglich Plastemüll anzusammeln. Seit dem ich auf dem Wochenmarkt mein Obst und Gemüse kaufe fällt mir erstmal auf wieviel Obst und Gemüse unsinniger WEise in Plaste verpackt ist. Der Hammer war die "Bio"-Gurke die in Plaste eingeschweist war, damit die Kassiererin sie an der Kasse von der normalen Gurke ohne Folie unterscheiden kann. Ein Ärgernis waren für mich auch immer die fitzeligen Plastebeutel und da muss man auch auf dem Markt hinterher sein, denn sonst hat der Verkäufer schneller so eine Tüte gezückt aks man "Keine Tüte, bitte" sagen kann. Ich nehme für Obst und Gemüse Wäschenetze, sind auch nicht anders und aus den dünnen Baumwollvoile-Resten von meinem Unterrock habe ich jetzt auch Gemüse-Beutel genäht, die warten noch auf ihren Einsatz und das verdutzte Gesicht der Verkäuferin ;)
    Hier gibt es auch viele nützliche Informationen zum Thema Zero Waste
    http://wastelandrebel.com/de/

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    1. Gucken bei euch die Verkäufer verdutzt? xD Bei mir interessiert die das gar nicht, Hauptsache Barcode drauf geklebt.

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  15. Sehr schönes Thema!

    Als ich das mit Rewe las, ging es mir wie dir und ich habe gleich noch an den Kundenservice von Rewe geschrieben (in dem Artikel stand, dass sie noch nicht wissen, wie sie die Gemüsebeutel vermeiden... viele nehmen nämlich dann einfach ZIG Gemüseplastikbeutel, anstatt sich nen Stoffbeutel zu kaufen) und ihnen den Re-Sack empfohlen. Ich nutze den schon lange und bin so froh darüber.. ich hasse es, dass immer alles tausend Mal eingepackt ist :/

    Einen Laden, wo nichts verpackt verkauft, gibt es hier zwar in der Stadt, aber zu weit weg für mich...

    Glasflaschen find ich allerdings unpraktisch und die darf man leider auch nicht überall mit reinnehmen... ich möchte eigentlich gerne einen Soda Stream oder so, weil ich Leitungswasser ohne Kohlensäure nicht mag. Das dann mit stabiler Plastikflasche, die man immer wieder nimmt, ist vllt. auch noch eine gute Alternative.

    Ich habe mir kürzlich für Tee/Kaffee eine französische Kaffeepresse gekauft. :)

    Ansonsten schlepp ich auch immer zig Baumwollbeutel mit mir rum. (Jetzt les ich mir mal noch die Kommentare der anderen durch, um zu sehen, was die so tolles machen.)

    Gibt übrigens auch wiederverwertbare Abschminkpads, die man waschen kann. Die habe ich allerdings selbst noch nicht probiert.

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  16. Ich hab mir ja gleich mal diese Soulbottles angeschaut. Mein einziger Kritikpunkt? Es gibt noch kein Schweinemotiv! :D

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  17. Hallo liebe Lisa,
    du sprichst mir aus der Seele! Für mich ist Umweltschutz auch sehr wichtig und ich habe auch immer meinen eigenen Beutel, meine Trinkflasche und meinen Kaffeebecher usw. dabei. Mir gefällt es richtig gut, dass die Plastiktüten abgeschafft werden oder man eben recht teuer eine kaufen kann. Inzwischen gibt es ja auch in vielen Bekleidungsgeschäften keine Plastiktüten mehr, sodass man nicht mehr so schräg angeschaut wird, wenn man seine eigene Tüte rauskramt ;-) Im Frühling habe ich einen ähnlichen Artikel geschrieben und ihn mit einer Anleitung für einen DIY Beutel verbunden: http://www.arstextura.de/2016/03/muttertagsgeschenk-jutebeutel-fur-die.html

    Liebe Grüße
    Dörthe

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  18. Ich finde diesen Artikel echt wichtig und gut. Bei mir ging heute ein ähnlicher Post online! Ich mache das mit dem Becher auch und teile auf Instagram meine Erfahrungen dazu.

    Liebste Grüße!

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  19. Sehr schöner Beitrag! Den Sinn von den Plastiktütchen für Obst und Gemüse habe ich noch nie verstanden - aber ich finde um ehrlich zu sein auch, dass man dafür gar keine Alternative braucht. Ich nehm einfach alles lose, das funktioniert ja auch :D

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    1. Haha, das stimmt auch! Aber ein bisschen stylisch sind die Beutel ja auch. :D

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  20. Ich finde deinen Beitrag ganz toll und wichtig! Ich selbst versuche seit ca. 8 Wochen Plastik zu reduzieren. Wenn man erst mal dafür sensibilisiert ist, sieht man wie viel doch in Plastik verpackt ist. Ich kaufe nur noch offenes Obst und Gemüse und nehme statt der dünnen Plastiltüten selbstgenähte Säckchen aus Tüll. Früher hatten wir zu fünft meist 4 gelbe Säcke im Monat, jetzt nur noch einen. Man kann, wenn man will, so einiges erreichen.
    Liebe Grüße!

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  21. Wichtige Worte hast du da geschrieben, liebe Lisa! Ich habe deinen Text mit Begeisterung und viel Zustimmung gelesen. Du hast deinen Text mit vielen Fakten gefüttert, die zum Nachdenken anregen. Ich finde den Schritt von REWE ein klares Statement für unsere Umwelt. Es appelliert an unseren inneren menschlichen Schweinehund. Das wird aber leider auch genau derjenige sein, der aus den Kritikern spricht. REWEs Entscheidung entspricht nicht der Gewohnheit und gegen unsere Bequemlichkeit. Darum schreien wohl viele sofort: "Oh Nein und wie bringe ich meinen Einkauf nach Hause?" - jedenfalls nicht mit Vernunft und Verstand. In dem Moment wird eben Mitdenken wichtig. Die Kritiker zeigen, dass in Deutschland unser Umweltbewusstsein noch wachsen muss. "Ich allein richte doch eh nichts aus" ist Blödsinn. Denn wenn alles so denken, passiert natürlich gar nichts. Zum Beispiel: Entweder geht man eben später oder wie du richtig sagst, nimmt man einen Stoffbeutel direkt mit. Ich gebe mir immer Mühe direkt einen Stoffbeutel morgens einzupacken. Dann kann ich auch spontan sein - und wenn nicht - dann ist das meist auch nicht so schlimm. Bei Spontaneinkäufen vergisst gern oft so manches. ;-)
    Wobei ich mich selbst ertappt habe, ist, dass ich immer die Plastiktüten fürs loses Obst nehme. Die kleinen Tüten kann man danach nicht mal als Mülltüten nutzen. Das Netz fand ich eine sehr gute Inspiration deinerseits. Eigentlich könnten Supermärkte solche Netze vermehrt anbieten, meinetwegen auch gegen etwas Kleingeld. Das ist mir meine Umwelt wert! Gleiches gilt für den Kaffeebecher für mich als Kaffeeliebhaberin. 32.000 Becher pro Tag? Wow, dabei ist Kaffee zu Hause kochen und mitnehmen gleichzeitig eine Entlastung für den eigenen Geldbeutel haha.
    Wäre ein eigener Kaffeebecher nicht mal auch eine klasse Idee für einen neuen DIY-Beitrag von dir? So wird Kaffee trinken ganz exklusiv und ein individuelles Erlebnis :-D.

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  22. Hallo Lisa,
    ein toller Artikel, bei dem du (sicher nicht nur) bei mir gerade einen Nerv triffst. Eine Soulbottle und einen Coffee-to-Go-Becher habe ich mir auch angeschafft. Für Obst und Gemüse aus dem Supermarkt nehme ich Wäschenetze mit. Meistens kaufe ich aber auf dem Wochenmarkt, dort gibt es mehr unverpacktes und man kann auch eigene Gefäße zum Befüllen mitbringen (zum Beispiel am Käsestand).
    Im Bad bin verwende ich statt Duschgel Seife. Ich habe mir jetzt auch mal eine Haarseife gekauft, die muss ich aber noch testen. Bin mal gespannt ob das genauso gut funktioniert wie Shampoo. Ach ja, und waschbare Abschminkpads habe ich mir auch zugelegt. Generell finde ich es aber sehr schwierig im Bereich Hygiene/Körperpflege auf Plastik zu verzichten. Wenn du da noch Tipps hast, wäre super.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Kerstin M.

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  23. Sehr interessanter Post! Ich finde es sehr sinnvoll, dass keine Plastiktüten mehr angeboten werden und war über die Kommentre geschockt. Deine Tips sind wirklich gut und manche setzen wir schon um, andere aber auch nicht. Die Zahlen fand ich richtig erschreckend und hoffe, dass immer mehr Menschen auf Müll, Umwelt, etc. achten!
    Liebste Grüße, Calli ♥
    http://sparklingforstars.blogspot.de/

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  24. Tier- und Umweltschutz sind auch so Themen, über die ich gern mal ganz emotional diskutiere und da auch eine klare Meinung habe... Ist das eigentlich eine "Bloggerkrankheit", dass man sich für sowas dann interessiert? Zumindest kommt es mir so vor, als würden sich mehr Blogger als Nicht-Blogger damit auseinander setzen.

    Über Müllvermeidung mache ich mir auch immer mehr Gedanken - unter anderem versuche ich also, NIE Plastiktüten zu nehmen, wenn ich einkaufe... und ich kaufe nur Second-Hand-Kleidung (außer Unterwäsche und Socken), damit nicht unnötig neue Kleidung für mich die Umwelt belastet.

    Kaffeebecher sind bei mir kein Thema, da ich nie to-go-Getränke kaufe, weil ich Leitungswasser eh am liebsten mag und immer in meiner wiederverwendbaren Plastikflasche dabei habe (zwar Plastik, aber dafür leicht, bruchsicher und immerhin jahrelang nutzbar).

    Unverpacktläden gibt es hier leider noch nicht, aber Gemüse und Obst werfe ich immer ohne zusätzliche Tüte/Netze in meine Einkaufstasche. Schade finde ich dann nur, wenn es z.B. Gemüse wie Möhren nur in Plastik gibt und gar nicht lose, so wie das bei unserem Lidl der Fall ist.

    Zum Thema Upcycling fällt mir noch Altpapier ein. Das benutze ich immer statt Geschenkpapier... denn auch unnötiger Papiermüll ist ja nicht gut, wenn auch weniger dramatisch als das ganze Plastik.

    Ein wirklich schöner Post!

    Liebe Grüße

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  25. Ich habe leider auch den Fehler gemacht, mich in die Diskussion um die Plastiktüten einzuschalten. Schließlich bieten die Ketten, die keine Plastiktüten mehr anbieten, auch Alternativen an! Kompostierbare Papiertüten. Und die kosten nicht wirklich mehr, als die Plastiktüten. Bei Rewe bekommt man die kleine Papiertüte, die man entweder kompostieren oder verschönern und wiederverwenden kann, für gerademal 10 Cent. 10 Cent! Das tut nun wirklich nicht weh. Und ihre Größe ist so toll und einzigartig (nicht hochkant sondern seitengleich), dass ich wirklich schon mehrere angesprüht und als Geschenktüten verwendet habe.
    Die Obst- und Gemüsenetze werde ich mir sicherlich bestellen. Mein Supermarkt/Discounter um die Ecke ist leider wenig kooperativ. Ich darf loses Obst und Gemüse nur nach Sorten getrennt in einzelnen Plastiktüten kaufen und das nervt mich extrem. Bei Real ist es noch schlimmer, weil man den Spaß ja wiegen und etikettieren muss. Entgegenkommen geht da nicht. Aber gegen die Netze wird ja niemand etwas sagen können :)! Wo ich leider bisher keinen Weg gefunden habe auf die olle Verpackung zu verzichten, ist beim Trockenfutter meiner Ratten. Das wird leider nur in abgepackten Tüten verkauft und ich kann zwar den Inhalt im Raiffeisenmarkt oder in der Zoohandlung in meine Dose umfüllen, aber der Müll wurde ja dann trotzdem produziert und liegt eben in deren Müllcontainer.
    Was mir an unnützem Platikmüll letztens in die Hände fiel, sind in wenige Gramm abgepackte Kräuter bei Rewe. Die ruhen in einer Plastikschale und sind zusätzlich noch eingeschweißt. Na wunderbar... Da kaufe ich sie lieber in kleinen Bündeln auf dem Markt, was preislich nicht mal einen Unterschied macht. Da habe ich für die Erdbeerminze 1€ bezahlt und bei Rewe wäre es 0,99€ gewesen. Tjanun.
    Ich glaube, dass leider viele in dem Gedanken handeln, dass sie selbst ja nichts verändern können. Natürlich rette ich nicht die Welt, indem ich Plastikverpackungen meide oder keine Tüten sondern Beutel verwende. Aber wenn das 100 oder 1000 Menschen so machen, ist das doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung!

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