{Blogging} Bloggen mit wenig Zeit - in 3 Schritten

"Sag mal, wie MACHST du das eigentlich, so mit dem Vollzeitjob? Und dann regelmäßig bloggen?" Das ist ungefähr die häufigste Frage, die ihr mir stellt, wenn ihr spitz kriegt, dass ich ja vierzig Stunden die Woche einem Bürojob nachgehe.

Gut, ich sag's euch: Ich habe ziemlich gut eingegroovte Prozesse - und stresse mich nicht. Denn ohne ein paar Routinen und Prozesse geht das nicht. Und einer meiner wichtigsten Tipps, die ich dann gebe, ist immer: Wenn ihr absehen könnt, dass ihr wenig Zeit haben werdet zwei oder drei Wochen lang, dann wappnet euch schon mal. Womit? Ich erklär euch in diesem Blogpost, wie ihr euch besser organisiert und so abschätzen könnt, ob euer Redaktionsplan überhaupt hinhaut! Passt ja perfekt zum Start von #28DaysOfBlogging!
 

"Ich komm einfach nicht hinterher mit dem, was ich zu tun habe!" - manchmal hat das damit zu tun, dass die To Do-Liste wirklich ziemlich lang ist - aber manchmal heißt das einfach nur, dass man nicht optimal organisiert ist. Ich erzähle euch, was sich für mich bewährt hat, damit ich neben dem Vollzeitjob effizient bloggen kann und trotzdem noch Freizeit über den Blog hinaus habe (den die ganzen Serien auf Netflix gucken sich auch nicht von allein)!


1. Erfasse deine Stunden!

Viele empfehlen im ersten Schritt: Mach dir einen Redaktionsplan. Davon rate ich dir aber in Schritt eins ab. Denn ein Redaktionsplan zeigt nur auf, welche Blogposts als Ergebnis wann auf deinem Blog landen sollen. Der sagt aber nichts über die Arbeitszeit dahinter aus.

Im allerersten Schritt verschaffst du dir also einen Überblick darüber, wie lange du überhaupt für so einen Blogpost brauchst. Schreibe dir eine Woche lang immer auf, wann du was für den Blog tust - sei es Fotografieren, Schreiben, Bilder bearbeiten oder Social Media. Dir wird auffallen: Das ist mehr, als du denkst. Und vermutlich in absurden, völlig verteilten Zeitfenstern. Deshalb ist es wichtig, dass du dir einen Überblick darüber verschaffst, wie lange du wofür ungefähr brauchst. So kannst du es im nächsten Schritt nämlich viel besser einschätzen.



2. Arbeite mit einem Kalender!

Der nächste Schritt lautet: Arbeite mit einem Kalender! Der kann analog oder digital sein, das ist völlig dir überlassen. Ich arbeite gern mit dem Google-Kalender, weil ich den auch mit Trello synchronisieren kann (dazu gleich mehr). Das bedeutet: Du trägst dir nicht nur in den Kalender ein, wann du was erledigt haben willst - denn manche Aufgaben dauern fünf Minuten, andere wiederum zwei Stunden. Nur mit To Do-Listen zu arbeiten, ist daher absolut nicht effizient.

Stattdessen trägst du in deinen Kalender die Zeitblöcke ein, wann du was für den Blog tun wirst. Beispiel: Dadurch, dass ich Vollzeit arbeite, kann ich unter der Woche überhaupt keine Blog-Fotos machen, denn ich brauche dafür Tageslicht (Tageslichtlampen ersetzen das für mich auch nicht). Das bedeutet, ich plane mir meist samstags oder sonntags ein Zeitfenster von mehreren Stunden ein, in dem ich nur Blog-Fotos mache. Ich schreibe keine Texte, mache kein Social Media, sondern nur die Fotos. Denn dafür brauche ich ja das Tageslicht. Wann ich die Texte schreibe, kann ich mir dann wieder flexibler verteilen. 

Durch deine Zeiterfassung im ersten Schritt hast du eine ungefähre Ahnung, wie lange du ungefähr für die verschiedenen Aktivitäten brauchst. Und im Anschluss korrigierst du die Zeitfenster in deinem Kalender nach oben oder unten (im Google-Kalender kann man das ganz leicht!). So hast du auch im Nachgang im Blick, wie viel Zeit du gebraucht hast, und kannst das künftig noch besser abschätzen. Mach das auf wöchentlicher Basis!

3. Erstelle einen Redaktionsplan

Erst jetzt setzt du dich an deinen Redaktionsplan. Denn nur, wenn du weißt, ob es überhaupt realistisch ist, bestimmte Blogposts zu einem bestimmten Zeitpunkt zu schaffen, kannst du dich auch an deinen eigenen Redaktionsplan halten.

Meinen Redaktionsplan pflege ich mit Trello - und Trello synchronisiere ich mit dem Google-Kalender. Im Blogst-Blog habe ich schon einmal ausführlich erklärt, wie die Redaktionsplanung mit Trello gut funktioniert!


Nun aber das Wichtigste: Ihr müsst euch nicht immer starr daran halten - wenn ihr etwas Wichtigeres zu tun habt oder Bock auf Kino habt, dann macht das! Denn Pläne sind nur ein Grundgerüst und im weitesten Sinne dafür da, dass man sie umwirft. Macht euch keinen Stress!

Wie geht ihr bei eurer Blogplanung vor?

Alles Liebe
Lisa

Kommentare

  1. WOWOOWW bist du organisiert... leider ist das mit Arbeit und 2 kleinen Kindern so nicht umsetzbar. Am Wochenende fotografieren geht nur wenn Papa die Kids mit nach draußen nimmt. Ich lege immer dann los wenn ich grade Zeit habe. Das bedeutet für mich organisatorisch im Vorfeld zu arbeiten. Es muss immer alles parat liegen (Ideen zum basteln und Materialien etc.) Und wenn da Zeit ist, dann gehts los ;-) Ist es abends ruhig- schreibe ich und bearbeite Bilder. Tut sich am Wochenende tagsüber ne Lücke auf, dann mache ich Fotos. Unter der Woche bastel ich dann schnell was .... Ziemliches Kuddelmuddel- aber es geht.... das mit der Zeiterfassung muss ich mal machen- rein interessenhalber!

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    1. Najaaaaa, das ist der Plan in der Theorie, der wird aber auch nicht immer eingehalten! :D
      Und jeder findet ja seinen eigenen Weg, wie es gut passt, und man arrangiert sich mit den eigenen Gegebenheiten, das ist super, dass es bei dir so gut hinhaut :)

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  2. Dein Beitrag ist eine gute Stütze wenn man lernen möchte sich besser zu organisieren :) Durch deinen Blogst Beitrag habe ich Trello auch kennen gelernt und nutze es seid dem für meinen Blog und meinen Shop - das ist wirklich gold wert!

    Liebst, Aileen <3

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    1. Oh, das freut mich aber sehr! Ich bin soooo ein großer Trello-Fan und freu mich immer, wenn ich das Tool auch anderen nahebringen kann :)

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  3. Genau so gehts liebe Lisa!
    Plus etwas Extrazeit um gegen die ganzen Zeitdiebe anzukämpfen und eine zusätzlich reservierte Stunde für Unvorhergesehenes.
    Ich kann Dir sagen, je älter man wird, desto mehr unvorhergesehenes passiert... ;)

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    1. Genau, das Unvorhergesehene vergesse ich oft, mit einzukalkulieren :) Aber wenn man keine Verpflichtungen gegenüber Koop-Partnern hat, ist das ja gar nicht schlimm - dann bleibt der Post eben mal einen Tag liegen!

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  4. Wow, bist du organisiert. Beneidenswert!
    Mich würde interessieren, wie du das mit den TV-Auftritten hinbekommst? Da geht ja jedesmal mindestens ein Urlaubstag drauf, oder?

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    1. Genau, zumindest einen halben Tag muss ich freinehmen :) Manchmal arbeite ich dann den Rest des Tages aus dem Home Office!

      Alles Liebe
      Lisa

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  5. Danke für den coolen Artikel! Ich bin immer total unstrukturiert und hab mir felsenfest vorgenommen, das zu ändern. Aufzuschreiben, wie viel Zeit man für was braucht, ist eine sehr gute Idee! ;) Das werd ich nächste Woche gleich mal umsetzen. Liebe Grüße, Marie

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    1. Liebe Marie,
      ja, mir hat das total geholfen! Ich bin gespannt, ob es dir auch hilft, aber ich bin ziemlich überzeugt :)

      Liebe Grüße
      Lisa

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  6. Liebe Lisa!
    Ich arbeite nach keinem straffen Zeitplan. Ich "versuche" 2-3 Beiträge in der Woche zu machen. Die Themen kommen mir meistens ganz spontan. Der Blog ist für mich wie ein pers. Tagebuch. Was ich gerade mache, wird mit euch geteilt (naja, ein kl. Teil davon). Das größte Problem, wie du ja auch erwähnt hast, sind momentan die Fotos. Da ich auch ganztags arbeite, fotografiere ich auch meisteins am WE. Kleinigkeiten, wie z.b. die Suppenterrine mit der Bepflanzung schaffe ich auch am Morgen abzulichten.
    Ich möchte für mich keine Planung machen, denn das erzeugt bei mir Stress. Bloggen ist und soll mein Hobby bleiben, ohne Zeitdruck u. Abgabetermin.
    LG - Margit

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    1. Liebe Margit,
      ich halte mich ja auch nicht immer an meinen eigenen Plan. :D Aber ich hab gemerkt, wenn ich einen aufstelle, nimmt mir das den Stress total, weil mir nicht immer wieder was neues einfällt, das ich noch machen muss. :)

      Liebe Grüße
      Lisa

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  7. Liebe Lisa,

    oh ja, diese Frage stellt man mir auch immer häufiger. Am wichtigsten ist dabei immer, dass der Job 1.0. nicht leidet, denn der ernährt mich und ist sicher :-)

    Ich versuche meinen Blog überwiegend am Wochenende zu befüllen und so Dinge wie Bilder bearbeiten dann in der Woche gemütlich auf dem Sofa zu erledigen.

    Und ich arbeite nur noch mit Listen, damit ich alle meine To Do´s nicht vergesse - Blog, Leben 1.0. und Freizeit.
    Und du hast Recht, Freizeit muss vorgehen! Wenn eine Verabredung ansteht, dann ist diese auch vorzuziehen, denn Entspannung und Ausgleich sind so enorm wichtig und das merkt man oft erst, wenn man am Limit angekommen ist ...
    Und so freue ich mich auf ein bevorstehendes entspanntes Wochenende ohne Pflichten, viel Blogpflege und neue Energie Tanken.

    Liebe Grüße
    Malene

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  8. Tolle Tipps, Liebes! :)
    Ich finde das wirklich bewundernswert, wie du das so schaffst :D<3
    Ich bereite immer viele Posts vor, denn wenn ich mal keine Zeit habe, habe ich bereits
    Posts vorbereitet :)
    Bei mir läuft übrigens gerade eine Blogvorstellung, würde mich sehr über deine Teilnahme freuen! :)<3

    Hier der Link: http://julieluvely.blogspot.ch/2017/01/400-leser-blogvorstellung.html

    Alles Liebe Julie
    julieluvely.blogspot.de

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  9. Ein Beitrag, der perfekt zur Challenge passt =) Sehr schön!

    Neri von Lebenslaunen

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  10. Ein für mich sehr interessanter Beitrag. Oft sitze ich da und ertappe mich dabei, dass ich nicht richtig organisiert bin und dann in etwas Stress verfalle.
    Ich werde deine Tipps auf jeden Fall ausprobieren und mich mal mit Trello beschäftigen.

    Liebste Grüße, Kathi

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  11. Schön, dass ich heute morgen direkt kommentiert hat und der Kommentar anscheinend nicht abgeschickt wurde. Ein Glück hab ich nochmal nachgeschaut. Ich weiß gar nicht mehr, was ich eigtl schreiben wollte außer: Gute Tipps, vor allem das mit dem Zeitplan statt To Do Liste. Das werde ich mal ausprobieren!

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