Fotobearbeitung - Die Basics

Von einem schön gestalteten Blog sind Fotos nicht wegzudenken. Es ist immer viel anschaulicher, den einen oder anderen Eyecatcher in Form eines Fotos inmitten der Texte zu platzieren – gerade bei Deko-, DIY- und Einrichtungsthemen ist das natürlich ganz wichtig. Aber auch jedes noch so lecker klingende Rezept wirkt ohne Fotos immer ein bisschen verloren (Schmeckt das überhaupt?).

Ich weiß ja nicht, wie es euch da geht, aber meine Fotos sind alles andere als perfekt, bevor ich sie einer Photoshop-(oder Gimp!)Wellnesskur unterziehe. Genau das möchte ich euch heute zeigen: Wie ich meine Fotos in der Regel nachbearbeite. Und zwar anhand eines Fotos von mir, weil ich finde, dass man anhand von Portraits am besten sieht, was man an Fotos so optimieren kann.

Links seht ihr das völlig unbearbeitete Bild, genau so, wie ich es von der Speicherkarte meiner Kamera gezogen habe. Auf der rechten Seite seht ihr eine Basic-Bearbeitung, so wie ich sie euch hier und heut zeigen möchte.


Zunächst ist mir wichtig zu erwähnen, dass meine Art zu bearbeiten natürlich nicht das non plus ultra der Bearbeitungskunst ist. Es gibt sicher viele einfachere und schnellere Möglichkeiten, ich habe mir Photoshop großteils selbst beigebracht und bin deshalb in meinen Methoden manchmal etwas "unkonventionell", aber wenn man zum Ziel kommt, nicht wahr...!
Vielleicht könnt ihr ja etwas mitnehmen.



Vorab ein Tipp: Wenn ihr Fotos schießt und Einstellungen an eurer Kamera vornehmt, achtet auf Folgendes: Macht die Fotos immer lieber zu dunkel als zu hell. Zu dunkle Fotos könnt ihr in der Regel ohne viel Arbeit aufhellen, doch wenn ihr zu helle Fotos nachdunkeln wollt, stoßt ihr sehr wahrscheinlich an eure Grenzen. Ihr könnt ja keine Schatten aus dem Nichts hervorzaubern. Deshalb: Immer lieber etwas zu dunkel als zu hell.

Wenn ein Foto zu dunkel ist, ist das erste, was ich mache, meist die Gradiationskurven ein wenig nach oben zu ziehen, um das Bild etwas aufzuhellen und danach besser weiter bearbeiten zu können. Die Gradiationskurven findet ihr unter BILD -> KORREKTUREN -> GRADIATIONSKURVEN. Spielt einfach mal etwas an der Kurve herum und ihr werdet sehen, welche Wunder diese Funktion bewirken kann. Bevor ihr aber irgendetwas abspeichert, solltet ihr immer sicherstellen, dass das Originalfoto noch einmal gesondert abgespeichert wurde.


Sobald ihr das Foto ein wenig aufgehellt habt, könnt ihr mit meiner nächsten Lieblingsfunktion weitermachen: Der Tonwertkorrektur. Hier könnt ihr entweder die kompletten Tonwerte verstellen oder verschiedene Kanäle auswählen: Rot, Grün oder Blau, die ihr in ihrer Intensität verstellen könnt. Sofern euer Bild zu grün- oder blaustichig ist, intensiviert ihr die rote Farbe und umgekehrt. Spielt einfach ein wenig mit den Reglern herum und bald werdet ihr ein Gefühl dafür entwickeln. 

Für den Anfang braucht ihr aber nur die Regler des allgemeinen "RGB"-Kanals, hier habt ihr nämlich die Möglichkeit, Lichter hervorzuheben und Tiefen abzudunkeln. Wenn ihr den mittleren Regler nach links schiebt, hellt ihr die Lichter auf und wenn ihr ihn nach rechts schiebt, nehmt ihr ihnen die Intensität. Wenn ihr eure Tiefen abdunkeln wollt, schiebt ihr den linken Regler in Richtung Mitte.


Nun mein Lieblingspart, für den mich einige sicher mit Mistgabeln und Fackeln aus dem Dorf jagen würden: Das Entfernen der Augenschatten. Dies könnt ihr entweder mit dem Musterstempel vornehmen, indem ihr das Muster aus einer "schattenfreien" Hautpartie aufnehmt und auf den Punkt der Augenschatten übertragt, oder ihr benutzt das Ausbesserungstool, von dem das Symbol aussieht wie ein kleines Pflaster.


Wenn ihr mit diesen Schritten durch seid, habt ihr euer Foto schon einmal wesentlich optimiert. Nun gibt es natürlich die Möglichkeit, euer Bild noch etwas nachzuschärfen (FILTER -> SELEKTIV SCHARFZEICHNEN), was ich euch auf jeden Fall empfehlen kann. Achtet hier darauf, nur ein klein wenig nachzuschärfen und es damit nicht zu übertreiben.

Das ist natürlich nicht alles – lange nicht. Ich möchte euch mit diesem Post nur einmal die grundsätzlichen Möglichkeiten zeigen, die ihr auf jeden Fall kennen solltet, wenn ihr Fotos bearbeitet. (Falls ihr Gimp statt Photoshop benutzt: Da habt ihr exakt die gleichen Möglichkeiten!) Ich habe euch im Folgenden noch ein paar Ideen zusammengestellt, wie ihr eure Bilder ein bisschen besonders bearbeiten könnt, ohne dass sie gleich "overedited" wirken.



Natürlich lassen sich nicht nur Portraits entsprechend bearbeiten. Hier habe ich zwei Beispiele für euch, wie ihr auch eure Deko und eure fotografierten Leckereien entsprechend optimieren könnt. Einmal die Muffins, die ich euch neulich gezeigt habe:


... und meine Pfingstrosen, die leider mittlerweile schon lange Geschichte sind. Hier habe ich zusätzlich zur Basic-Bearbeitung ein wenig den Grünstich verringert.




Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Post die Bearbeitungsmöglichkeiten von Photoshop (oder Gimp, das im Vergleich zu Photoshop gratis ist und viele ähnliche Funktionen beinhaltet) ein bisschen näher bringen. Übung macht hier wirklich den Meister, für mich war Photoshop zu Anfang ein endloser Wald aus Möglichkeiten, die ich einfach nicht überblicken konnte. Mittlerweile denke ich gar nicht mehr so richtig über das nach, was ich da tue – es geht ganz automatisch. 

Abschließend möchte ich euch kurz erklären, was ich von Fotobearbeitung halte – ganz ehrlich: ich kann es nicht lassen. Meine Fotografiekenntnisse sind einfach noch nicht gut genug, dass ich es schaffen würde, ohne Bearbeitung auszukommen. Schon oft habe ich gehört, dass Nachbearbeitung eine Verfälschung der Tatsachen sei. Aber darum geht es mir gar nicht!

Ich möchte schöne Bilder präsentieren, die ich so weit optimiert habe, bis sie mir gefallen. Und sobald sie mir gefallen, sind sie schön. So einfach ist das. Und wenn ich gerne ein paar Augenschatten wegretuschieren möchte, tue ich das. Wenig halte ich von völlig übertriebenem Weichzeichnergewische auf Fotos, das muss nicht sein. Aber jeder muss um seine eigenen Grenzen Bescheid wissen: Was ist noch Optimierung, wo fängt die Entfremdung an?

Wenn ihr Fragen habt: Nur her damit. Und wenn euch solche Photoshop-Einträge gefallen, wird es in Zukunft mehr in diese Richtung geben.


Blogvorstellung #2

Heute habe ich wieder eine Handvoll Blogs für euch, die ihr euch unbedingt näher ansehen müsst, weil sie besonders kreativ, besonders schön gestaltet und besonders inspirierend sind. Unbedingt!

Wenn ihr auch gerne mal von mir vorgestellt werden wollt, könnt ihr euch jederzeit bewerben - regelmäßig und wann ihr wollt. Ein- bis zweimal im Monat stelle ich jeweils drei Blogs vor. Nur drei, weil so kein einzelner Blog untergeht, fünf finde ich schon fast zu viele. 

So lerne ich tolle neue Blogs kennen und kann euch meine Fundstücke zeigen. Mal wieder habe ich versucht, euch möglichst verschiedene Blogs vorzustellen, die sich auch von den Themen her etwas unterscheiden!


Gleich vorweg - FightOffYourDemons ist einer meiner absoluten Lieblingsblogs! Julia ist ein sehr kreativer Mensch - das merkt man schon direkt am (kürzlich erst neu gestalteten und wunderschön gewordenen) Layout, das in wunderhübschesten Meeresfarben gehalten ist. Ihr findet auf FightOffYourDemons wirklich alles, was das kreative Herz begehrt und ich muss euch warnen: Wenn ihr bei Julia reinklickt, werdet ihr ihren Blog ohne Tatendrang wohl kaum verlassen können. 

Besonders angetan hat es mir ihre PomPom-Anleitung - ich muss ja zugeben, ich bestelle meine eigenen Pompoms immer bei Bluexboxtree, weil ich dazu absolut kein Talent habe, aber diese Anleitung lädt dann doch dazu ein, das mal selbst zu versuchen. Auch nähen kann Julia richtig toll und hat dafür einige super Ideen parat - ihr MakeUp-Täschchen finde ich richtig klasse. Auch der Gaumenschmauß kommt nicht zu kurz und bei der süßen Rezept-Übersicht habe ich noch mal richtig Hunger bekommen, obwohl ich grade schon gegessen habe. Was ich euch von den Rezepten empfehlen soll - schwierig: Jedes einzelne klingt so toll (alles vegetarisch, übrigens!) und ist so wunderschön fotografiert. Ich picke mir jetzt einfach mal die Kokosnuss-Cupcakes raus, die ich auch unbedingt mal nachbacken möchte.


Wie ihr wisst, bin ich ganz vernarrt in tolles Design. Und genau das ist es, was dem anspruchsvollen Auge bei Orangenmond direkt geboten wird: Ich bin wirklich verliebt in das fröhliche und sehr individuelle Layout. Natürlich hat mich hier nicht nur das Design überzeugt – auch inhaltlich ist Orangenmond richtig klasse. Janneke, der kreative Kopf hinter dem Blog, backt für ihr Leben gern und präsentiert auf ihrem Blog ihre liebsten Rezepte. Ich bin selbst nicht so die große Bäckerin (ich gebe mein Bestes, bleibe aber oft bei Standard-Rezepten) und bin beeindruckt, was sie da so aus dem Backofen und aus dem Kochtopf zaubert. 

Vielleicht erinnert ihr euch: Ich bin gerade auf dem Fitnesstrip und da kommt mir so ein toller Tofu-Marillen-Smoothie, wie Janneke ihn präsentiert, ganz gelegen. Dann gibt es für alle Backneulinge unter uns die 10 ultimativen Cake-Pop-Tipps. So etwas ist Gold wert für Leute, die nicht so oft den Kochlöffel schwingen. Und ich liebe ja auch alles mit Zitrone – da hab ich natürlich bei den Mini Zitrus Scones riesige leuchtende Kinderaugen bekommen!
Doch nicht nur Backfreunde werden auf Orangenmond fündig. Die Kategorien "Home" und "DIY" stimmen auch die Deko-Leute unter uns glücklich. Besonders niedlich finde ich hier das Vogeltörtchen! Passt zwar grade nicht zur Jahreszeit, aber wir behalten das direkt mal für den Winter im Hinterkopf.




Der Blog Herzdame von Elske ist schwer in eine Kategorie zu pressen. Elske möchte ihre Leser gerne inspirieren – mit Worten, Fotos, Rezepten und Ideen. Bevor ich euch besonders lesenswerte Einträge zeige, möchte ich euch noch kurz auf Elskes Projekt Sommer hinweisen. Sie bloggt diesen Sommer nämlich nur sporadisch selbst und lässt ihren Blog hautpsächlich durch Gastblogger weiterleben. Sie versucht diesen Sommer so wenig wie möglich Zeit vorm Laptop zu verbringen (sehr löblich) und nur an Sonntagen vor der Kiste zu sitzen. Ein sehr aufregendes Projekt! Nach dem 10. September wird sie von ihren Erfahrungen berichten, ich denke, es wird sich auf jeden Fall lohnen, da reinzulesen! 

Doch hin und wieder gibt es diesen Sommer auch von Elske selbst mal einen Blogeintrag – zum Beispiel neulich über ihre Liebe zum Theater – ein sehr persönlicher und interessanter Text, in dem Elske beschreibt, wie wichtig ihr das Theaterspielen geworden ist. Wer lieber etwas auf den Gaumen möchte, kommt auch nicht zu kurz. Leckere (so sehen sie zumindest aus!) Chocolate Chip Cookies hat Elske kürzlich gezaubert und die sehen nun wirklich zum Anbeißen aus. Aber auch die Bastelei kommt nicht zu kurz: Zum Beispiel zeigt Elske, wie ihr einen Jutebeutel selbst gestalten könnt. Wenn ihr also Lust auf Inspiration und Vielfalt habt, solltet ihr auf jeden Fall mal bei Herzdame reinschauen.




Ich hoffe sehr, dass auch hier wieder Blogs dabei waren, die ihr noch nicht kanntet. Ich rate euch auf jeden Fall dringend, bei den vorgestellten Blogs mal reinzuklicken und sie zu euren Leselisten hinzuzufügen - es lohnt sich! 

Und weil ich regelmäßig Blogs vorstelle, könnt ihr euch natürlich auch weiterhin bewerben - und zwar hier. Und wenn ihr heute nicht dabei seid, euch aber schon beworben habt, kann es gut sein, dass ihr fürs nächste Mal schon eingeplant seid. Ich habe mir nämlich alles fein säuberlich aufgeschrieben und eine Liste mit meinen Favoriten gemacht. 

Himbeer-Kokos-Muffins

IHR LIEBEN! Es gibt mich noch und ich bin wieder da! Bestimmt habt ihr euch gefragt: "Was macht die Olle? Oder besser: Warum macht die nichts?" Das hatte mehrere Gründe (keine Angst, nichts Schlimmes!)

Zuerst hatte ich in den vergangenen zwei Wochen meinen Bruder zu Besuch (der immer noch hier ist) und zum anderen ist meine liebste Fotokulisse, mein Balkon, gerade von einem Untermieter blockiert: Wir haben brütende Tauben auf dem Balkon - sie sind so traumhaft süß (Wir haben sie Richard und Margret getauft!). Ich möchte sie nicht stören, deshalb komme ich ihnen nicht zu nahe. Und bei der Hitze, die die letzten Wochen herrschte, hatte ich auf vieles Lust - aber nicht auf Laptop-Sessions. Aber keine Angst, ich bin zurück und blogge nun auch wieder regelmäßig. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse – ich hab das einfach mal gebraucht. Diese zwei Wochen, in denen ich hier nicht sehr aktiv war, haben mir aber auch gut getan.


Umso mehr habe ich natürlich euer tolles Feedback und eure lieben Kommentare vermisst! Deshalb geht's jetzt auch direkt mit einem absoluten Knaller-Rezept weiter, das ich wirklich abgöttisch verehre: Himbeer-Kokos-Muffins!


Ihr braucht für etwa 20 Muffins:
200 Gramm Tiefkühlhimbeeren
150 Gramm frische Himbeeren (zur Deko)
200 Gramm Kokosflocken
5 Eier
250 Gramm Mehl
250 Gramm Butter
250 Gramm Zucker
1 Päckchen Backpulver
200 Gramm Schokostreusel mit heller Schokolade
helle Glasur (z.B. Vanille)


Nehmt euch eine große Schüssel und ein Rührgerät zur Hand und legt los: Zunächst verrührt ihr die fünf Eier gut mit dem Zucker. Anschließend vermengt ihr in einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und fügt es hinzu – wieder verrühren. Hier gebt ihr nun noch die Butter hinzu, die ihr vorher etwas habt auftauen lassen. Alles gut verrühren!



Nun kommen die Zutaten hinzu, die das Ganze erst so richtig lecker machen. Fügt als nächstes die Schokostreusel hinzu, anschließend die Kokosflocken und die Tiefkühlhimbeeren. Von den Kokosflocken lasst ihr ein bisschen was übrig, denn die streut ihr nachher auf die Glasur! Wenn ihr alles gut verrührt habt, könnt ihr euer Muffinblech einfetten und den Teig darauf verteilen.


Am besten, ihr füllt die kleinen Muffinbehälter in eurem Blech zu etwa dreiviertel. Nun wartet ihr 20 - 25 Minuten und könnt nun auch schon eure Muffins aus dem Backofen holen. Haltet eure Ungeduld etwas im Zaum und lasst sie erst einmal abkühlen, bevor ich sie aus dem Blech holt, sonst passiert ein Unglück und sie zerbröseln euch.


Sobald sie dann erkaltet sind, könnt ihr mit der Glasur loslegen. Die wird erwärmt, sodass ihr damit die Muffins bestreichen könnt. Haltet dafür schon einmal Kokosflocken und Himbeeren bereit - streut die Kokosflochen auf die Glasur und setzt bei jedem Muffin noch eine Himbeere oben drauf. Das sieht toll aus und schmeckt auch verdammt lecker!

Habt Spaß und genießt eure Muffins! Guten Appetit. Diesmal hören wir auf jeden Fall schneller voneinander.

Avocado-Mango-Salat

Na, wie geht's euch an diesem tollen Sommertag?
Passend zum schönen Wetter lasse ich euch heute ein superleckeres Rezept da, das auch beim Grillen immer gut ankommt. Ich mag ja außergewöhnliche Kombinationen immer sehr gerne (siehe mein Wassermelone-Feta-Salat), besonders wenn süß und herzhaft kombiniert wird. Deshalb gibt's auch heute wieder eine süß-herzhaft-Kombination, und zwar einen Avocado-Mango-Salat, den ich über alles liebe!


Ich wünsche euch schon mal viel Spaß mit dem heutigen Rezept!